Rudolf „Rudl“ Erny wird 70

Samstag, Juli 17, 2021

Unbestritten – in jedem Sportverein gibt’s (mindestens) eine Person, die immer da ist, die sich stets einbringt, organisiert, macht, tut, weil sie aus Leidenschaft handelt.

Ob der Erdbeerkuchen im Foyer verkauft, der verschwitzte Trikotsatz gewaschen oder die Kabine aufgeräumt werden muss. Oft ist da die eine Person, die nochmal mehr als „nur“ ein ehrenamtlicher Helfer ist, weil sie immer ein offenes Ohr für alles und jeden hat.

Rudolf Erny ist bei den Handballern des TV 1892 Friedrichsfeld genau dieser Mensch. Die gute Seele des Klubs feiert an diesem Samstag seinen 70. Geburtstag.

„Der Vadda hatte schon immer Spaß am Helfen“, sagt Sohn Björn (40), der selbst erfolgreich in der Jugendnationalmannschaft gespielt hat, zur RNZ: „Er war und ist sich auch heute für nichts zu schade.“ So ist auch sein älterer Bruder Thorsten (45), der sich mittlerweile bei der HG Oftersheim/Schwetzingen als Co-Trainer in der 3. Liga engagiert, noch immer eng mit seinem Heimatverein verbunden.

Schließlich war’s bei Papa „Rudl“ schon immer so: Ob selbst als Rechtsaußen noch auf dem Großfeld, jahrelanger Jugendleiter, Mini-Referent beim Mannheimer Handballkreis oder noch heute als wichtiger Teil der Abteilungsleitung – der TV 1892 Friedrichsfeld ist schon immer ein großer Teil seines Lebens, so ist es „Rudl“ auch größtenteils zu verdanken, dass die Jugendlichen aus Edingen und Friedrichsfeld seit einigen Jahren vereint in einer Spielgemeinschaft auflaufen.

Ebenfalls speziell: Dass beim beschaulichen Dorfklub TV 1892 Friedrichsfeld einst der kleine Uwe Gensheimer seine ersten Würfe machte, erfüllt auch „Rudl“, der sich stets überzeugt für den Nachwuchs einsetzt, mit Stolz. Seine Ehefrau Gisela trainierte den heutigen Kapitän der Nationalmannschaft schon bei den Minis, „Rudl“ selbst verfolgte natürlich die unglaubliche Entwicklung des Linksaußen der Rhein-Neckar Löwen – noch heute ist der familiäre Kontakt eng.

Rudolf Erny hat sich nie in den Mittelpunkt gedrängt, sondern stets versucht, mit seiner Hilfe den anderen Menschen das Leben zu erleichtern.

An diesem Samstag soll es mal nur um ihn gehen –  wir gratulieren recht herzlich.

 

Text: Tillmann Bauer (Rhein-Neckar-Zeitung)