Turnverein 1892 Friedrichsfeld zum Saisonschluss im Odenwald

Samstag, November 6, 2021

Am Samstag, den 6. November 2021, hatte die Wanderabteilung des Turnvereins 1892 Friedrichsfeld zur Wanderung in den Odenwald geladen.

Die erste Herausforderung bestand schon darin, dass der Treffpunkt diesmal am Bahnhof Neu-Edingen/Mannheim-Friedrichsfeld war und nicht wie gewohnt am Südbahnhof. Dort bestiegen über 40 Wanderer im Alter von 8 Monaten bis 84 Jahren nach ausgiebiger 3G-Prüfung die Regionalbahn.

Schon nach einer guten Viertelstunde waren wir am Bahnhof Hemsbach angekommen und nach wenigen hundert Metern durch den Ort ging es immer am Hemsbach entlang zum Jüdischen Friedhof. Dieses beeindruckende Kulturdenkmal umfasst mehr als 1.000 Grabsteine vom 17. bis in das 20. Jahrhundert.

Nach 3,5 km war der Waldnerturm erreicht. Bei gutem Wetter hat man von hier eine wunderschöne Aussicht nach Osten in den Odenwald und nach Westen über die Rheinebene bis zum Pfälzer Wald. Nicht so an diesem Tag. Die Sonne war zwar immer mal wieder zu sehen, aber lange schaffte sie es nie aus den Wolken und die Kraft reichte nicht aus, den Dunstschleier zu durchbrechen, der heute über der Region lag. Aber es blieb trocken und alle hatten sich warm angezogen. So wurde erstmal ausgiebig gevespert.

Wie schon bei der vorherigen Wanderung im August hatte die Wanderabteilung zwei Alternativen im Angebot. Der kurze Rückweg führte wieder über den Teufelslochweg zurück nach Hemsbach. Wer sich noch etwas mehr bewegen wollte, und das war eindeutig die Mehrheit, stattete noch dem Steinernen Gaul einen Besuch ab. Dann ging es mit einem kurzen Schlenker über den Kreuzberg, dem höchsten Punkt des Tages, weiter über die Wallfahrtsstätte runter nach Hemsbach. Ein kurzer Abstecher zur ehemaligen Synagoge, die den Nationalsozialismus überstehen konnte, weil sie von den Hemsbachern während des 2. Weltkrieges als Lagerraum zweckentfremdet wurde, schloss kulturell den Kreis.

In der Zehntscheuer trafen sich die beiden Gruppen wieder. Dort war für uns ein beheiztes Zelt im Außenbereich reserviert und wir konnten uns ausgiebig von der Küche verwöhnen lassen. Der Bahnhof ist nur 300 m entfernt und so fanden sich immer wieder kleine Gruppen, die gemeinsam den Heimweg antraten.
Der Rest wechselte dann noch in den Außenbereich, wo am späten Nachmittag im Biergarten der Zehnscheuer das "Winterdorf" öffnete und man sich in vorweihnachtlicher Atmosphäre den ersten Glühwein des Jahres gönnen konnte.

Wieder war es gelungen, Bewegung mit Geselligkeit zu verbinden und dabei den unterschiedlichen Befindlichkeiten der großen heterogenen Gruppe gerecht zu werden.

Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.
Eure Wanderwarte